Alice im Wunderland

Ich bin mit Alice im Wunderland aufgewachsen und natürlich wurde ich immer darauf angesprochen, bzw. es war immer einer der ersten Reaktionen. „Du heißt Alice? Wie Alice im Wunderland!“ Früher fand ich es doof, aber nun finde ich, besonders seid Luzides Träumen mein Fachgebiet ist, gäbe es keinen passenderen Namen für mich. Der Film ist eine Lawine an Traumzeichen und gibt sehr viele traumhafte Analogien.
Besonders gut gefällt mir momentan die Verfilmung von 1999 mit Whoopi Goldberg als die Grinsekatze. Meiner Meinung nach träumt Alice. Man sieht die Charaktere in der Wachwirklichkeit und dann im Traum von ihr, wo sie auch nach und nach den Konflikt löst, ein Lied in der Wachwirklichkeit vortragen zu müssen.
Mir gefällt die Uhr, über die Alice sich beim Märzhasen und dem Hutmacher wundert. Und luzide Träumer würden wahrscheinlich luzid werden, in dem Moment, wenn sie diese Uhr in der Hand halten würden, die Tage und Monate anzeigt, aber keine Zeit in Stunden/Minuten/Sekunden.
Der Film ist voll von Traumzeichen, fast non-stop kommt eins nach dem anderen. Die Kekse werden zu kleinen Schildkröten, die Torte zu einem Krebs, was die Kategorie Object Action ist. Der Arm vom Hutmacher verlängert sich, Character Action. Und die gefüllte Tasse ist leer, Object Action. Während philosophiert wird, dass „Ich mag was ich kriege“, nicht das gleiche ist wie „Ich krieg was ich mag.“ (Und Alice wäre in der Version bestimmt geholfen, wenn sie entweder das mag, was sie kriegt und es annimmt, dieses Lied vorzutragen, oder sie kriegt, was sie mag (bzw. sie nimmt sich, was sie mag), nämlich etwas anderes vorzutragen.)
Auch sehr traumtypisch ist die Wortspielerei, die man materialisiert sieht. Als der Hutmacher meint: „Dann kann ich ja einpacken.“ Und der Märzhase fragt: „Worein?“. Und der Hutmacher antwortet: „Da rein!“ und auf die Koffer zeigt.
(51:00) Als der Hutmacher von „dem Zeit“ erzählt, dass er ihn beim letzten Konzert der Königin sah, bekommt er bei der Erinnerung anscheinend gleich Lust, ein Konzert zu geben, wie ein Reflex steigt er schnell auf den Tisch, der sich zur Bühne verwandelt. Der Märzhase hat zwar keine Lust, aber spielt mit und unterbricht ihn singend „Ich sag´s ja, Ich sag´s ja… Es ist nicht so wichtig, was du kennst, sondern wen du kennst“ (Das kleine Konzert könnte man auch wieder als Anspielung sehen für den bevorstehenden Auftritt von Alice oder als Beispiel, wie man damit umgeht, „von der Bühne geschmissen zu werden“ bzw. „sich einfach zu trauen, irgendwas zu improvisieren.“.) Da der Hutmacher weder Zeit noch Tantchen Holzbein kennt, ist es die Chance, dass der Märzhase seine gewollte Erwartung als folgendes „Urteil“ laut ausspricht, dass der Hutmacher von der Bühne fällt, was dann auch passiert „Verlassen sie die Bühne bitte durch die rote Tür, auf der anderen Seite stürzen sie Kilometer tief.“ Worauf der Hutmacher noch entgegnet: „Aber wir sind doch noch gute Freunde.“ und stürzt wie heraufbeschworen und taucht lachend mit Applaus wieder auf, als gehört das Fallen mit zur Show, sehr gut gelöst! (Traumcharaktere haben so manche Lösung für das Problem) Ich sehe den Hutmacher und den Märzhasen als zwei Freunde die sich freundschaftlich gegenseitig eins reinhauen oder gegenseitig das Bein stellen und lachend hinfallen. Das alles ist natürlich eine ganz persönliche Projektion auf diese kleine Sequenz als meinen Traum.
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